Samstag, 15. August 2009

„Hab ich da Menstruation gehört?“, oder andere intelligente Wege in fremde Gespräche

Guten Morgen an alle, die es dieses Jahr nicht geschafft haben, eine Teilnahme am Surfcamp WaveXperience zu ergattern. Schlussendlich sind wir nach 32 Stunden in unserem Urlaubsort Moliets angekommen.

Der Zeitplan nach unserem gestrigen, sehr von Vorfreude und noch nicht ahnend, was für permanent nervende Leute im Bus sitzen, geprägtem Blogeintrag sah folgendermaßen aus:

Fr, 14.08.

04.30 Uhr

Nachdem wir Franks Mitbewohnerin Sasha Grey noch an der Bushaltestelle getroffen haben und ihr noch erklären mussten, dass wir jetzt in den Urlaub ohne sie fahren, begann der Trip nach Moliets.

05.20 Uhr

Abfahrt am Hauptbahnhof Dresden mit Ziel Hauptbahnhof Leipzig. Obwohl von einigen Leuten der Müdigkeit nachgegeben werden musste, wurden wir aufgeschreckt. Andrea Kruse, von Beruf Fachangestellte für Zugbegleitung, und wie wir außerdem feststellen mussten, Schwester von Tom, kreuzte unseren Weg. Vorbildlich ging sie auf alle unsere Wünsche ein.

Es wurde gehofft, dass es um diese Uhrzeit nur wenig Tagelöhner gibt, die mit dem Zug nach Leipzig fahren müssen, aber weit gefehlt. Jedes Mal, wenn wir eine der großen Weltmetropolen, wie Wurzen oder Oschatz anfuhren, füllte sich der Zug immer mehr.

07.03 Uhr

Ankunft am Leipziger Hauptbahnhof. Es war nun an der Zeit, der Fahrtdauer ersten Tribut zu zollen und Nahrung aufzunehmen. Dazu wollten wir in zwei getrennten Gruppen eine der großen Fast-Food-Ketten, zum Beispiel McDonalds, besuchen. Die jeweils andere sollte auf das Reisegepäck ein scharfes Auge werfen. Aber nein, wir haben nicht mit Schnei und Luki gerechnet. Anfangs nur nach einem Kaffee schluchzend, wollte das Geld ausgegeben werden, was zur Folge hatte, dass Frank, Flo und ich keine ausreichende Zeit mehr hatten, ein zweites Frühstück einzunehmen. Danke Schnei und Luki.

08.00 Uhr

Die wahrscheinlich längste Fahrt der Welt nimmt ihren Anfang. Stationspunkte: Kassel und Frankfurt/Main. Das vorherrschende Relief im Bus verlief recht eben, heißt keine Sau weit und breit. So konnte es jetzt eigentlich weitergehen. Während wir laut Informationsblatt in Frankfurt/Main umsteigen mussten, war der Bus ab Leipzig unser Transportmittel für die aufregende Reise über einen Tag lang. Was uns eigentlich nicht weiter störte, denn wir hatten die besten Plätze fest gesichert, wäre da nicht die unkomfortable Ausstattung des Gefährts.

Sa, 15.08.

Bis 10.00 Uhr

Die Fahrt an sich war nicht der Brüller, wie man neudeutsch sagen würde. Ein bisschen Unverständnis hatten wir für die, sonst sehr netten, Busfahrer: Um ja pünktlich an der letzten Station, Saarbrücken, zu sein, fuhren diese 6 volle Stunden ohne jegliche Essenpause durch, hielten kurz vor der Grenze an einem Bistro an, bei dem eine Bratwurst 5€ kostete, und wollten da die große Pause vor der langen Nachtfahrt abhalten. Das stieß auf Unverständnis, weil einige der Reisegruppe an ihrem Abfahrtsort ja nichts mehr essen konnten!!!

Auch im Überfahren von Hindernissen waren sie manchmal etwas unachtsam. Dies erlaubte uns einen kurzen Busflug, der mit dem Kopf an der Decke endete.

11.30 Uhr

Endlich Zeltübergabe, ganz schnell Sachen rein, badetauglich umziehen und los zum Strand. Vorhergesagte Temperatur für den Tag 35°C, optimales Badewetter. Auf dem Weg machten wir dann auch die ersten Urlaubsbekanntschaften, die uns für die lange Fahrt entschädigten.


Im Wasser tellten wir fest, dass der Wellengang hervorragend zum Bodysurfen geeignet war, aber auch für die nächsten Tage, um das Surfen motorisch gänzlich neu zu erlernen bzw. für alteingesessene Hasen Verstecktes wieder hervorzurufen.


Manu

Es stellte sich heraus, dass das Wetter wirklich so heiß ist und uns wurde gesagt, dass es der erste so überaus heiße Tag war. Wir sind in einer unglaublichen Urlaubsstimmung, haben das Baden und Sonnen genossen und freuen uns schon sehr auf morgen, wenn die ersten Surfeinheiten beginnen. Endgültiges Resümee des ersten Tages:

Sonnenbrand, wir stinken, tolle Stimmung

Frank



Brandi, der Teamer und Surfassistent des Vertrauens hat uns auch diese Jahr Freundschaftsdienste erwiesen: Zelte nach Wunsch und die erste Woche ohne Küchendienst ^^

Schnei

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