Dienstag, 18. August 2009

Disziplinbehindert

Liebes Tagebuch:

Zweiter Surftag, 17.08.09

Heute haben Lukas und ich das erste Mal auf dem Surfbrett gestanden und fühlen uns deswegen hochmotiviert und arschgeil. Es waren nur kleine Weißwasserwellen, aber für den Anfang war das schon gut. Mit dem Gefühl, dass ab jetzt alles ganz einfach werden würde gingen wir aus dem Wasser. Aber dazu später mehr.

Zu bemerken ist, dass dieser Tag sehr sehr zeitig begann. Aufstehen war um 7.30 angesetzt, scheinbar waren die Wellen heute früh besonders gut, sodass sich solche Aktionen lohnen. Danach direkt an den Strand und mit dem Aufwärmen begonnen. Dabei begleitete uns ein leicht räudiger Hund, der „Strandhund“. Er lebt dort und ernährt sich von Dreck und Tang. Gerne hätte er auch Möwen, dafür ist er aber zu langsam. Im Anschluss startete die Anfangs beschriebene Surfstunde.

Unsere „Pros“ waren danach dran, konnten aber wegen der kleinen Wellen, die uns Anfängern halfen, nicht wirklich viel erreichen. Laut Brandi ist deren Ziel demnächst mal die ersten Turns anzugehen, das heißt „Kurven fahren“.

Nach ungefähr 2h Pause ging‘s für Lukas und mich wieder ins Wasser zur zweiten Einheit für den Tag. Dummerweise wurde aus Ebbe Flut, aus kleinen Wellen große und aus Sonnenschein Sturm. Sodass die Bedingungen so widrig waren, dass niemand in unserer ganzen Gruppe auch nur eine Welle erwischen konnte. Nach einer sehr ermüdenden Einheit erklärte uns unser Surflehrer, was wir alles falsch gemacht hatten. Ich hoffe, dass wir das morgen alles berücksichtigen, denn die Wellen sollen die nächsten Tage so bleiben. Oder sogar noch größer werden. Was gut ist, sobald wir ein bisschen besser surfen können.

Danach ging es für alle wieder ins Camp. Diesmal gab es sehr zeitig Abendbrot, weil es ein Sunset-Surf (Surfen bei Sonnenuntergang (von wegen der Romantik)) für die anderen Gruppen gibt, inklusive Schnei, Flori und Manu.

Bedingt durch starken Sonnenschein, haben sich wieder einige von uns einen wunderschönen Sonnenbrand an den besten Stellen geholt. Zu nennen wären hierbei Manus Füße und Lukas Bereich kurz überm Po, weil er immer bauchfreie Tops trägt. ;) Tückisch sind immer die Wolken, weil sie keine Sonne simulieren, wir uns aber trotzdem verbrennen.

Mittlerweile ist unsere Ekelgrenze was Schmutz und Sand im Allgemeinen betrifft, doch sehr gesunken. Kaum aus der Dusche schon wieder schwarze Füße. Im Zelt wird es auch immer mehr. Um es aber mit den Worten von Brandi vom ersten Tag zu sagen, „Nach 3 Tagen ist euch der Schmutz egal, nach einer Woche merkt ihr ihn nicht mehr.“ Auch unser Zeitgefühl hat sich mittlerweile komplett verbschiedet. Wir kommen uns vor, als ob wir schon eine Woche hier verbringen.

Bleibt festzuhalten, dass wir morgen auf bessere Wellenverhältnisse hoffen und weiter das mehr als gute Wetter genießen können.

Grüße nach Deutschland, wir starten jetzt in den Abend.

Frank, Lukas

Da kann ich beiden bis dahin nur zustimmen. Und da die beiden den Sunset-Surf nicht miterleben durften, hier einige Ergänzungen: Nachdem mal wieder der schätzungsweise 5 km lange Weg zur Surfstelle von WaveXperience überstanden war, erklang eine leicht komische Aufforderung des anwesenden Surf-Assistenten Brandi, „Warm-Up!“. Was sollte das, nach 5 km Dauerbetrieb? Und zu allem Überfluss war die Erwärmung soweit ausgetüftelt, dass wir am Strand joggen durften. Eine Erfahrung, die es wert ist, erlebt zu werden, aber nur, wenn man es will. Nach einer extrem erfahrungsbasierenden Dehnung, wie es sich für einen ehemaligen Leistungssportler und jetzigen Sport-Management-Studenten gehört, wurde die Sunset-Surf-Einheit gestartet. Wie bei obigem Text erwähnt, wurden die Witterungsbedingungen etwas schwieriger, auch für uns „Pros“. Nichtsdestotrotz war es mit dem Hintergrund eines Sonnenuntergangs wieder eine gelungene Surf-Einheit, oder?

Und das wichtigste wartete noch auf Flo, Schnei und mich. Das Bier für danach. Laut Surf-Plan sollten die Teilnehmer der Sunset-Surf-Einheit, Bier und Drinks mitbringen um den Sonnenuntergang zu genießen. Während dieser herausragenden After-Surf-Party, gesellte sich noch Surf-Assi Brandi und Teamer Tillman zu uns. Versüßt wurde der Sonnenuntergang im Hintergrund durch die schon mehrfach erwähnten Spanierinnen. Schnei, der jedesmal komplett abgelenkt wird bei ihrem Anblick, äußerte sich mit den Worten: „Schöner Sonnenuntergang“, worauf Brandi mit „Die Sonne geht unter, der Mond geht auf“, antwortete.

Manu

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