Samstag, 29. August 2009

Ich hab Peitsche gehört und sofort an Penispeitsche gedacht

Und ein vorletztes Mal eine Nachricht von uns 5 aus Moliets. Heute ist der zweite Abschlussabend, diesmal sogar wirklich Abschluss für uns. Jeder geht damit anders um, einige weinen sich in den Schlaf, andere werden grundlos agressiv. Jedenfalls werden wir heute abend noch einmal richtig feiern gehen und versuchen, Spaß zu haben. Angesetzt ist das Leertrinken der letzten Vodka- und Rumreserven, Bowle-Sneaken und danach ab ins L'Open und weiter ins Rumors. Mal schauen, ob es bei uns auch eine rein alkoholinduzierte Party wird oder eben doch das Feiern an sich im Vordergrund steht.
Von den Wellen und dem Surfspaß war es ein super Tag heute. Getrübt durch kurzzeitigen Regen, kaum Sonne und sehr, sehr viel Wind sind wir trotzdem wieder voller Elan ins Wasser gestiefelt und haben uns beim alltäglichen Rotationssystem in den Lefthandern im Surfen geübt. Leider hat in der ersten Einheit kaum einer eine Welle wirklich bekommen, da die Bedingungen eben doch sehr widrig waren. Am Spaß, den wir an der Sache haben, hat das nichts geändert. Für die zweite Einheit ließ sich sogar die Sonne blicken und die Wellen waren weiterhin schön groß. Mitgemacht haben bei der Einheit nur noch Schnei, Flo und ich, weil alle durch den Wind, Krankheit oder Unlust verhindert waren. So konnten wir ohne Pause rotieren und haben sogar über unsere Surfstunde hinaus gesurft und Spaß dabei gehabt, gewaschen zu werden. Es war somit ein würdiger Abschluss für die zwei Wochen. Mir geht es zumindestens so, dass ich weiterhin Lust habe, zu surfen und bestimmt nicht das letzte Mal mit einem Brett im Wasser war. Die Grundlagen sind jetzt bekannt, also steht sogar dem Surfen ohne Lehrer nichts mehr im Weg. Mal schauen, was da so auf uns zukommt oder wo uns die Wellen dieser Welt noch an den Strand spülen werden.

Das Aufstehen heute war auch von einigen Lachern begleitet, weil Schnei meinte, heute Nacht wären in Zeltnähe mehrere Böller explodiert. Dem war nicht so, aber es handelte sich um 3 Eier, zerschlagen auf dem Zelt von Flo und Schnei. Die Ursache sowie die Verursacher sind uns nicht bekannt, aber natürlich gibt es wilde Vermutungen. Da nämlich auch unsere Wavexperience-Fahnen fehlen, handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine kleine, aber fein platzierte Racheaktion der Freistiler. Bei unserem heutigem geplanten Alkoholkonsum ist es gut möglich, dass wir uns auch nochmal revanchieren, aber das wird sich im Laufe des Abends ergeben.
Gerade eben werde ich beim Schreiben auch schon wieder von Musik des Freistil-Camps in einer Lautstärke beschallt, dass es schon nicht mehr als kleine Kinderdisko durchgehen kann. Dummerweise sind die diejenigen mit der größten und besten Musikanlage und keiner kommt dagegen an.
Desweiteren wurde heute die Teamer-Medaille verliehen. Natürlich von uns 5 aus Pappe und Alufolie liebevoll gebastelt. Geehrt wurde unsere Lieblingsteamerin Mareike, die sich liebevoll für uns einsetzte und auch bei der Zeltvergabe alles tat, um uns zufrieden zu stellen. Und natürlich, fast hätte ich's vergessen, hat Schnei die Camp-Challenge mit 450 Punkten Vorsprung gewonnen. Er hatte damit einen Gesamtpunktestand von 1150 und hält damit auch ab sofort den Camprekord. Es ist auch unwahrscheinlich, dass der dieses Jahr noch gebrochen wird, denn soviele geistig Gestörte reisen hier ja auch nicht an. Seine erste Amtshandlung war das Verlängern des Frühstücks bis 11Uhr, sodass wir schön ausschlafen konnten. Weiterhin hat er für 0 Uhr, den Beginn seiner Amtszeit, eine Volkszählung anberaumt. Es waren 40 von 60 Leuten da, eine respektable Menge, aber natürlich nicht genug. Nachdem alle da waren, einige sahen auch aus wie nochmal aufgestanden, verkündete Schnei: Ok, ihr könnt jetzt alle wieder gehen.
Heute Mittag hat Schnei in seiner unendlichen Großzügigkeit die Krone des Camp-Königs an Julia, seine Widersacherin, abgegeben, damit sie nicht zu traurig ist, nach ihrem doch auch sehr harten Kampf um Punkte. Im Nachhinein stellte sich das als eine sehr gute Tat heraus, weil einer unserer Surflehrer ankündigte, dass Schnei wahrscheinlich gepeinigt worden wäre, hätte er am Abend noch eine dumme Ansage gemacht. Das hätte sich darin geäußert, dass er nackt mit Klarsichtfolie an einen Baum gebunden worden wäre. Aber dem ist er durch seine weise Vorraussicht entgangen.

Damit genug von uns, wir widmen uns der Abschiedsfeier und lassen demnächst wieder von uns hören, oder aber ihr seht uns alle wieder.
Viele Grüße in die Heimat
Frank

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