hier spricht euer Campkönig "Schnei der I." - erstarret in Furcht :-)
Nachdem wir gestern unsere Tätigkeiten gesplittet hatten, Lukas und Frank in SanSe, der Pöbel in Moliets, haben wir heute wieder gemeinsame Sache gemacht. Na gut, nicht ganz. Lukas war wegen Krankheit - womöglich Schweinegrippe - nicht mit surfen. Frank und Manu haben wir heute in der ersten Surfeinheit mal gezeigt, was es heißt "gewaschen" zu werden.
Wir sind heute nach einem kurzem Warm-up mit Jan, dem neuen alten Surfassistent, zusammen mit Sevi, Brandi, der 20Uhr abgereist ist, und Jan selbst rausgepaddelt. Diesmal ging es wirklich raus und nicht nur an die "lefthand - inside" Wellen am shore break. Als wir draußen angekommen waren, brauchten wir auch die erste Pause. Denn heute hatten auch Flo und ich etwas schwerer zu paddeln. Flo und ich hatten uns heute gegen die Bigboards und für 6' 7''er (Flo) und 7' 1''er (Schnei) Shortboards entschieden.
Die Zahlen stehen ungefähr für die Angaben in Fuß. Auch die Dicke und Breite der Bretter hatte abgenommen, sodass uns insgesamt weniger Volumen zur Verfügung stand und wir tiefer im Wasser lagen.
Im Lineup angekommen, folgte dann auch der erste wichtige Hinweis von Sevi: "Wenn ihr gewaschen werdet, denkt an irgendwas schönes! Denkt an Sex, das Abendessen oder an was anderes Schönes. Hauptsache ihr geratet nicht in Panik. Panik ist das schlimmste, was euch passieren kann." Hhm, gut, das ist die Theorie. Praxis wich leicht ab :-) Kurze Zeit später schaute ich auf den Horizont. Hab auch erkannt, dass da ein gutes Set kommt, ich hatte ja schließlich meine Kontaktlinsen drin. Kurz zum Strand geschaut, wieder auf den Horizont geschaut und da war sie: diese eine riesen Wand. Diese Wand, wo du dir denkst: "Ummm, Fuck!" Ich hab probiert, irgendwie so gegen zu paddeln, dass ich unbeschadet hinter die Wellen komme - Pustekuchen. Jo, die Welle erfasste mich, neben mir sah ich Manu ebenso abtauchen und dann wars dunkelgrün. Ich hatte die Augen auf und ich hatte Panik. Quasi alles falsch gemacht. Es waren gefühlte 30 Sekunden, die ich unter Wasser war. Mir wurde wegen der Panik die Luft knapp und ich hatte Mühe wieder an die Oberfläche zu schwimmen. Die Welle hatte mich voll erwischt und richtig durchgespült. Als ich wieder meine Leash am Bein entlang fuhr und wieder wusste, wo oben und wo unten ist, musste ich nur noch möglichst schnell an die Luft. Als ich es geschafft habe, wurde mir bewusst, dass Surfen doch nicht ganz gefahrlos ist :-) Danach musste ich schnell wieder aufs Brett und aus dem Weißwasserbereich paddeln. Danach kamen noch viele weitere geile Wellen, viele geile Waschfahrten und auch geile Wellen.
Frank hat ne sehr geile Welle erwischt und stand auch gut auf dem Brett, bis er sich mit dem gen Himmel gestreckten Arm ins Wasser verabschiedete - sehr sehr geil.
Ich hatte auch Glück mit einer Welle - allerdings benötigte es einer kleinen Starthilfe von Sevi. Er verpasste mir den letzten Schubser, um in die Welle starten zu können. Als ich in der Welle war, klappte der Take-off und ich konnte meinen ersten Ritt mit einem Shortboard innerlich feiern. Gut, danach wurde ich gewaschen. Gehört dazu. Flo mit seinem noch kleineren Brett wollte keine Starthilfe von Sevi oder den anderen Lehrern, verständlich. Irgendwo will man's ja doch alleine schaffen.
In der zweiten Stunde hatte Flo dann genug Geschwindigkeit durchs Paddeln bekommen können und sich in eine Welle gekämpft. Er stand auf und er fiel. Wie er sagt, muss es eins der bescheidensten Gefühle sein, wenn du weißt, dass es nach unten geht und du keine Chance hast, diesen Drop zu vermeiden. Manu hat auch einige Wellen geritten. Allerdings nur kurze Dinger. Aber immerhin: wir haben alle die großen Dinger geritten und es war geil, sehr geil. Morgen geht's weiter, die Wellen morgen sollen noch größer sein, aber nicht so krass.
Jetzt steht die Weihe des Campkönigs an - ich muss meinen Laptop zur Berichterstattug abgeben und deswegen werde ich aufhören, zu schreiben. Gestern habe ich meine letzten Punkte für die Challenge errungen: drei Bier beim Abendbrot exen, im XXS-Wetsuit feiern gehen und die Freistilflagge stehlen - geschafft, yeah!
Nachtrag zu gestern Abend: nach dem Abendbrot mit drei Bier für mich, ging es im Camp, nein sagen wir im Freistilcamp noch ziemlich zur Sache ^^ Wir hatten uns bereits beim Essen darauf eingeschworen, dass wir es diesen Abend in Freistil krachen lassen. Die ersten Idee war, dass jeder WXler mit einer vollen Wasserflasche zu Freistil geht und alle Freistiler beim Essen nass macht. Diesen BRANDENBURGschen haben wir dann allerdings verworfen. Etwas später hatte unsere Chefteamerin die Idee, alle Zelte von Freistil von außen mit Kabelbindern zu verschnüren, sodass die Insassen keine Chance hatten, von innen aus ihren Zelten zu kommen. Eine gute Stunde später fanden sich ca. 15 vermummte WXler am Campausgang ein und statteten sich alle mit ausreichend Kabelbindern aus. Die nächsten 60min waren ziemlich düster. Wir haben uns quasi von hinten an das Camp herangeschlichen und sind dann zur Aktion übergegangen. Ich muss allerdings dazu sagen, dass Manu und ich uns relativ schnell abgesplittet haben. Wir mussten ja ne Mission erfüllen: die Freistilflagge - sie liegt bei mir im Zelt - muhahaha^^ Ja und danach gings dann mit dem Wetsuit ins L'Open. Und das wars dann mit dem Abend.
Beste Grüße nach Deutschland,
König Schnei der I.
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