Freitag, 21. August 2009

„Unter normalen Umständen hätte es die Taube schon weggeDARWINt“

Moliets, Frankreich, 30°C, Sonne – der Sand hält am Körper. Liebe Freunde, liebe Familien, hi Brandi.



Herzlich willkommen zur Berichterstattung aus dem Essenszelt des WaveX-Camps. Uns ist heute wieder einmal bewusst geworden, was wir eigentlich für ein scheiß Leben haben. Ich entschuldige mich im Namen aller dafür, dass wir es gestern nicht geschafft haben, zu bloggen. Aber der gestrige Tag war einfach viel zu stressig. Wir sind morgens wieder mal überkatert aufgestanden, kurzes Frühstück und danach hardcore abgammeln. Also schon ganz schön stressig. Den Kater hatten wir, weil wir in der Nacht zuvor unbedingt durch das gesamte Camp spacken und die Security fragen mussten, wo denn hier die nächste Party auf dem Zeltplatz geht. Gut. Wir sind dann überall hingelaufen, wo noch Licht an war und haben nach Bier gefragt. War dann aber irgendwie weniger von Erfolg gekrönt. Um zwei haben wir dann den Campingplatz verlassen und sind in Richtung „Roomers“ aufgebrochen. Unterwegs noch kurz Franzosen aufgegabelt. Wie wir das geschafft haben? Naja, wie immer eben. Umschauen, schöne Frauen sehen, folgen. Flo vorschicken, anquatschen lassen und von hinten in die Gruppe reinrennen und „Il a le SIDA“ rufen. Gut, unser Dolmetscher fand das jetzt nicht soooo lustig, wir aber schon. Und dann war es wieder hell.


Am darauffolgenden Morgen bzw. Mittag war bis zur Abfahrt nach San Sebastian nicht viel los.
Allgemeines professionelles Abchillen auf höchstem Niveau bis zur totalen Null-Bock-auf-Nischt-
Stimmung, nicht mal surfen war drin. Hhm, schade. Sind ja zum Urlauben hier…nicht zum Surfen. Ich hab mich dann doch noch zu einer Runde Beachvolleyball mit Brandi und Till(Teamer) aufraffen können. Das Match haben wir unter der damals höchstmöglichen Anstrengung gewonnen und so konnte es locker nach San Sebastian gehen.


Kommen wir nun zu San Sebastian. Ich würde kurz mal unseren Surflehrer Jo zitieren: „What happens in SanSe, stays in SanSe.“ Heißt also: Alles was in SanSe passiert ist, bleibt auch dort. Aus Selbstschutz.

Bevor ich es vergesse: Wir wünschen Manus Oma Gisela und Lukas‘ Oma Annelies alles Gute zum Geburtstag.

Aus SanSe zurück war‘s dann plötzlich wieder hell und wir fanden uns alle mehr oder weniger zeitig zum Frühstück am heutigen Donnerstagmorgen ein. Lukas und Frank waren die ersten die heute 9Uhr ins Wasser durften. Manu, Flo und ich folgten 11.30Uhr und dann gings ab – mit Restalkohol auf dem Surfbrett. Ungünstige Kombination.

Flo und Manu haben gute Dinger geritten, die Wellen waren auch gut. Ich hatte einfach nur ein bescheidenes Brett erwischt ^^ Morgen werden sie noch besser: 1,5m hoch sagt Brandi. Da kommt also, wenn du in Line-Up sitzt, eine 3m hohe Wasserwand auf dich zu, wo du dir denkst „Uhhm, nimmst du die? Ich hab Angst. “ Line-Up bezeichnet den Bereich, in dem die Surfer auf ihre Wellen warten und auf den Horizont schauen und um die Wellen zu lesen. Isma aus Teneriffa kann das übrigens perfekt. Dementsprechend kann er auch nach nur zwei Wochen besser surfen als wir. Frank und Lukas machen gute Fortschritte. Beide schaffen es, wenn sie denn eine Welle erwischt haben, nahezu problemlos aufzustehen. Heute war es ihre Aufgabe, die ersten Turns, also Kurven, zu fahren. Ansätze waren zu erkennen und ich denke, morgen packen die das. Lukas‘ muskuläre Probleme haben sich weitestgehend in Luft aufgelöst. Wir sind alle etwas erschöpft, aber keiner ist an seiner Leistungsgrenze. Das ist gut. Unsere zweite Einheit, also die der Intermediates, fiel leider auf Grund zu hoher Gefahren, die der Shore Break mit sich bringt, aus. Shore Break bedeutet,
dass die Wellen sehr sehr nah am Strand brechen. Deswegen wurde auch die vorhergehende
Unterrichtseinheit vorzeitig beendet. Wir fünf standen am Rand und haben die mehr oder weniger glimpflichen Wipe-Outs, das vom Brett fallen, ausgewertet. Manche hatten Glück, andere kamen mit Schürfwunden davon.



Schnei

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