Montag, 31. August 2009

Kau auf und lauf los!

Dies ist der voraussichtlich letzte Post in diesem Blog. Nachdem wir vorgestern 18:45, also mit viertelstündiger Verspätung in den Bus Richtung Heimat eingestiegen waren, wo wir dank dem super Busbegleiter Flo die letzten 2 Reihen besetzen durften, ging es über Paris, Mannheim, Frankfurt und Kassel Richtung Leipzig. Auf dem Weg durften wir diesmal sogar ein McDonald's besuchen und uns ordentlich für die Anstrengungen, die so eine 25-stündige Busfahrt mit sich bringt, stärken. Die "Rosa Falken", wie wir noch schnell getauft wurden, erreichten dann kurz vor dreiviertel 8 den Hauptbahnhof Leipzig. Leider haben wir nicht auf die Uhr geschaut, aber es könnte durchaus sein, dass Manu mit seiner Prognose recht hatte, was die Ankunftszeit betraf. Vermutlich hätte er das selbst gerne überprüft, aber leider liegt sein Handy noch in Moliets.
Günstigerweise konnten wir gleich 19:58 in den Regionalexpress in Richtung Dresden einsteigen, wo wir viertel vor (ja, VIERTEL VOR!) Elf dann von unseren Angehörigen, einer Blaskapelle und dem alten und neuen Ministerpräsidenten empfangen wurden. In den letzten gemeinsamen Stunden ist uns allen nochmal klar geworden, was wir doch für eine absolut geile Zeit erlebt haben. Auch ein wenig Melancholie kam auf, doch wir sind alle der Meinung, dass das nicht unser letztes Surfabenteuer gewesen ist. In Vorbereitung darauf und als Erinnerung für jeden einzelnen von uns dann auch mal noch eine kleine Gedächtnisstütze fürs Packen beim nächsten Mal:
Frank: Boardshorts und Bleichmittel
Luki: Taschentücher und einen Massivholzschläger
Manu: Ersatzfüße und anschließbares Besteck
Schnei: "mehr" T-Shirts und eine größere bzw. robustere Tasche
Flo: Flohpulver und Joghurt
Ansonsten bleibt als Fazit für Schnei und mich, die ja letztes Jahr bereits in einem WX-Camp an anderer Stelle waren, festzuhalten, dass unser diesjähriges Reiseziel zwar durch die Schatten spendenden Bäume, die größere Auswahl an Clubs und die besseren Toiletten bestechen konnte, insgesamt aber gegenüber Vieux Boucau auf Grund des langen Wegs zum Strand, des "Ghettos", der Sandbank und des weiten Wegs zum nächsten größeren Supermarkt doch den Kürzeren zieht. Aber das sind nur Randbemerkungen, die den Gesamteindruck des Urlaubs nicht wirklich gefährden können.
Heute Abend gehen wir alle zusammen nochmal ins Nubeatzz, quasi als After-Holiday-Party. Wir (und besonders ich, es ist mein vorletzter Abend in Deutschland) freuen uns auf euch, falls ihr Zeit und Lust habt, und erklären euch auch gern den ein oder anderen Insider, denn wir haben uns schon gedacht, dass ihr manchmal sicherlich nicht ganz verstehen konntet, worauf wir eigentlich gerade wieder rumkauen.
Vielleicht schreiben wir heute Abend beim SchnellverdichtungsVORglühen nochmal was, ansonsten wars das jetzt.

Flo

Samstag, 29. August 2009

Die Frau, die den Tanz macht, wo man sich nicht trifft!

Endspurt beim Klassenausflug der hilfsbedürftigen Hospitalisten aus dem Osten. Heute und mit diesen Worten setzen wir die letzte Blognachricht live aus Moliets-Plage ins weltweite Netzwerk. Wie angekündigt, war gestern ein Bearbeiten in gediegener Atmosphäre angesagt. Nach 2-wöchiger Aufbewahrungszeit wurden die importierten Starkbierdestillate auch endlich ihrer Bestimmung zugeführt. Bei einigen stieß die Menge allerdings auf Unbehagen: "Das reicht doch nie!". Deshalb hatten sich einige Contergan-Elefanten (ohne Rüssel) Mischungen bereitgestellt, die nicht dem guten Geschmack entsprachen: Wodka-Rum-Cola. Weil natürlich die Restevernichtung nur schwach den Niveaupegel heben konnte, schafften wir uns einen kleinen Vorrat für die abendliche Unterhaltung.

Da an jedem Verabschießungsabend auch Bowle bereitgestellt wird, konnten wir dort nachträglich auch noch zugreifen, ohne bezahlt zu haben.
Das gesamte Camppersonal und auch circa 90% der Campteilnehmer waren bereits unterwegs zum L'Open, während wir noch gemütlich mit den Freunden aus Oberösterreich unter dem Esszelt saßen und über Kulturdifferenzen debattierten. Einigen unserer Mitcamper schien diese Unterhaltung zu intelligent zu sein und sie führten einen spontanen Flashmob aus, bei dem sie Frank eiskalt eine Zigarettenschachtel und Bowle entgegenwarfen. Franks Reaktion: "Noch ein so'n Ding und es kracht!".

Wieder von Getränken abgekühlt, machten wir uns auf den Weg zum eigentlich Ziel des Abends, dem Rumors. Auf dem Weg dahin begegneten wir wieder dem wahrscheinlich entspanntesten französischen Sécurité. Auf Nachfrage von Flo erklärte er, dass seine Beatboxeinlage zum Limbo einzig und alleine nur bei ihm gemacht wurde. Er hatte so etwas noch nie vorher gemacht und wahrscheinlich wird es auch nie wieder passieren.

Im Rumors angekommen, war zunächst noch gähnende Leere. Aber das L'Open hatte ja auch noch nicht zu. Von daher... . Es dauerte aber nicht lange und die Aussichten verbesserten sich. Nachdem wir aufgrund von körperlicher Schwäche den Rückweg auf uns nahmen, kam es im Camp noch zu einem unverhofften Treffen mit Teamern aus anderen Camps, größtenteils von Freistil stammend. Nach meinerseits anfänglichen Schwierigkeiten wurde es doch eine illustre Runde, die sogar von Pablo, Bruder von Geschäftsführer Yamir, erweitert wurde. Nach 15-stündiger Fahrt von Lissabon nach einem Bodyboard-Contest, erreichte er uns um dreiviertel sechs in der Früh. Körperliche Schwäche war schon der Grund für das Verlassen des Rumors. Nach nun weiteren 2 Stunden auf den Beinen mussten wir einfach ins Bett. Spätestens um 11 Uhr mussten wir auch die Zelte abgeben und die Kaution zurückverlangen. Schönster Augenblick jeder Feier: Die Gesichter am Tag danach. Verquollene Augen und Restalkohol im Blut, der sich immernoch auf das Aufrecht Gehen und Stehen auswirkte.


Jetzt gerade sitzen wir einfach nur gelangweilt, elanlos und ausnüchternd in unserer Spielecke und warten auf den Bus. Vorraussichtliche Abfahrtszeit 18.30 Uhr. Dementsprechende Ankunftszeit in Leipzig, Sonntag 30.08.09 19.43,28 Uhr, denn die Hinfahrt hat genau 25 Stunden 13 Minuten und 28 Sekunden gedauert.

Was noch zu ergänzen wäre, ist die Aggressivität bei Sevi, wenn er einen sitzen hat: Er rennt mit einem Sonnenschirm herum, den er in die Luft wirft, holt Bodyboards aus dem Materialzelt und wirft sie nach Leuten, aber alles ist nur rein alkoholinduziert.

Zum Schluss dieser Nachricht möchte ich mich persönlich nochmal bei den 4 Muskeltieren für einen interessanten und aufschlussreichen Urlaub bedanken.

Manu

Ich hab Peitsche gehört und sofort an Penispeitsche gedacht

Und ein vorletztes Mal eine Nachricht von uns 5 aus Moliets. Heute ist der zweite Abschlussabend, diesmal sogar wirklich Abschluss für uns. Jeder geht damit anders um, einige weinen sich in den Schlaf, andere werden grundlos agressiv. Jedenfalls werden wir heute abend noch einmal richtig feiern gehen und versuchen, Spaß zu haben. Angesetzt ist das Leertrinken der letzten Vodka- und Rumreserven, Bowle-Sneaken und danach ab ins L'Open und weiter ins Rumors. Mal schauen, ob es bei uns auch eine rein alkoholinduzierte Party wird oder eben doch das Feiern an sich im Vordergrund steht.
Von den Wellen und dem Surfspaß war es ein super Tag heute. Getrübt durch kurzzeitigen Regen, kaum Sonne und sehr, sehr viel Wind sind wir trotzdem wieder voller Elan ins Wasser gestiefelt und haben uns beim alltäglichen Rotationssystem in den Lefthandern im Surfen geübt. Leider hat in der ersten Einheit kaum einer eine Welle wirklich bekommen, da die Bedingungen eben doch sehr widrig waren. Am Spaß, den wir an der Sache haben, hat das nichts geändert. Für die zweite Einheit ließ sich sogar die Sonne blicken und die Wellen waren weiterhin schön groß. Mitgemacht haben bei der Einheit nur noch Schnei, Flo und ich, weil alle durch den Wind, Krankheit oder Unlust verhindert waren. So konnten wir ohne Pause rotieren und haben sogar über unsere Surfstunde hinaus gesurft und Spaß dabei gehabt, gewaschen zu werden. Es war somit ein würdiger Abschluss für die zwei Wochen. Mir geht es zumindestens so, dass ich weiterhin Lust habe, zu surfen und bestimmt nicht das letzte Mal mit einem Brett im Wasser war. Die Grundlagen sind jetzt bekannt, also steht sogar dem Surfen ohne Lehrer nichts mehr im Weg. Mal schauen, was da so auf uns zukommt oder wo uns die Wellen dieser Welt noch an den Strand spülen werden.

Das Aufstehen heute war auch von einigen Lachern begleitet, weil Schnei meinte, heute Nacht wären in Zeltnähe mehrere Böller explodiert. Dem war nicht so, aber es handelte sich um 3 Eier, zerschlagen auf dem Zelt von Flo und Schnei. Die Ursache sowie die Verursacher sind uns nicht bekannt, aber natürlich gibt es wilde Vermutungen. Da nämlich auch unsere Wavexperience-Fahnen fehlen, handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine kleine, aber fein platzierte Racheaktion der Freistiler. Bei unserem heutigem geplanten Alkoholkonsum ist es gut möglich, dass wir uns auch nochmal revanchieren, aber das wird sich im Laufe des Abends ergeben.
Gerade eben werde ich beim Schreiben auch schon wieder von Musik des Freistil-Camps in einer Lautstärke beschallt, dass es schon nicht mehr als kleine Kinderdisko durchgehen kann. Dummerweise sind die diejenigen mit der größten und besten Musikanlage und keiner kommt dagegen an.
Desweiteren wurde heute die Teamer-Medaille verliehen. Natürlich von uns 5 aus Pappe und Alufolie liebevoll gebastelt. Geehrt wurde unsere Lieblingsteamerin Mareike, die sich liebevoll für uns einsetzte und auch bei der Zeltvergabe alles tat, um uns zufrieden zu stellen. Und natürlich, fast hätte ich's vergessen, hat Schnei die Camp-Challenge mit 450 Punkten Vorsprung gewonnen. Er hatte damit einen Gesamtpunktestand von 1150 und hält damit auch ab sofort den Camprekord. Es ist auch unwahrscheinlich, dass der dieses Jahr noch gebrochen wird, denn soviele geistig Gestörte reisen hier ja auch nicht an. Seine erste Amtshandlung war das Verlängern des Frühstücks bis 11Uhr, sodass wir schön ausschlafen konnten. Weiterhin hat er für 0 Uhr, den Beginn seiner Amtszeit, eine Volkszählung anberaumt. Es waren 40 von 60 Leuten da, eine respektable Menge, aber natürlich nicht genug. Nachdem alle da waren, einige sahen auch aus wie nochmal aufgestanden, verkündete Schnei: Ok, ihr könnt jetzt alle wieder gehen.
Heute Mittag hat Schnei in seiner unendlichen Großzügigkeit die Krone des Camp-Königs an Julia, seine Widersacherin, abgegeben, damit sie nicht zu traurig ist, nach ihrem doch auch sehr harten Kampf um Punkte. Im Nachhinein stellte sich das als eine sehr gute Tat heraus, weil einer unserer Surflehrer ankündigte, dass Schnei wahrscheinlich gepeinigt worden wäre, hätte er am Abend noch eine dumme Ansage gemacht. Das hätte sich darin geäußert, dass er nackt mit Klarsichtfolie an einen Baum gebunden worden wäre. Aber dem ist er durch seine weise Vorraussicht entgangen.

Damit genug von uns, wir widmen uns der Abschiedsfeier und lassen demnächst wieder von uns hören, oder aber ihr seht uns alle wieder.
Viele Grüße in die Heimat
Frank

Donnerstag, 27. August 2009

"Mach ni immer die Leute blöde!"

Guten Tag gemeines Fußvolk, Pöbel und Geldadel,

hier spricht euer Campkönig "Schnei der I." - erstarret in Furcht :-)
Nachdem wir gestern unsere Tätigkeiten gesplittet hatten, Lukas und Frank in SanSe, der Pöbel in Moliets, haben wir heute wieder gemeinsame Sache gemacht. Na gut, nicht ganz. Lukas war wegen Krankheit - womöglich Schweinegrippe - nicht mit surfen. Frank und Manu haben wir heute in der ersten Surfeinheit mal gezeigt, was es heißt "gewaschen" zu werden.



Wir sind heute nach einem kurzem Warm-up mit Jan, dem neuen alten Surfassistent, zusammen mit Sevi, Brandi, der 20Uhr abgereist ist, und Jan selbst rausgepaddelt. Diesmal ging es wirklich raus und nicht nur an die "lefthand - inside" Wellen am shore break. Als wir draußen angekommen waren, brauchten wir auch die erste Pause. Denn heute hatten auch Flo und ich etwas schwerer zu paddeln. Flo und ich hatten uns heute gegen die Bigboards und für 6' 7''er (Flo) und 7' 1''er (Schnei) Shortboards entschieden.



Die Zahlen stehen ungefähr für die Angaben in Fuß. Auch die Dicke und Breite der Bretter hatte abgenommen, sodass uns insgesamt weniger Volumen zur Verfügung stand und wir tiefer im Wasser lagen.
Im Lineup angekommen, folgte dann auch der erste wichtige Hinweis von Sevi: "Wenn ihr gewaschen werdet, denkt an irgendwas schönes! Denkt an Sex, das Abendessen oder an was anderes Schönes. Hauptsache ihr geratet nicht in Panik. Panik ist das schlimmste, was euch passieren kann." Hhm, gut, das ist die Theorie. Praxis wich leicht ab :-) Kurze Zeit später schaute ich auf den Horizont. Hab auch erkannt, dass da ein gutes Set kommt, ich hatte ja schließlich meine Kontaktlinsen drin. Kurz zum Strand geschaut, wieder auf den Horizont geschaut und da war sie: diese eine riesen Wand. Diese Wand, wo du dir denkst: "Ummm, Fuck!" Ich hab probiert, irgendwie so gegen zu paddeln, dass ich unbeschadet hinter die Wellen komme - Pustekuchen. Jo, die Welle erfasste mich, neben mir sah ich Manu ebenso abtauchen und dann wars dunkelgrün. Ich hatte die Augen auf und ich hatte Panik. Quasi alles falsch gemacht. Es waren gefühlte 30 Sekunden, die ich unter Wasser war. Mir wurde wegen der Panik die Luft knapp und ich hatte Mühe wieder an die Oberfläche zu schwimmen. Die Welle hatte mich voll erwischt und richtig durchgespült. Als ich wieder meine Leash am Bein entlang fuhr und wieder wusste, wo oben und wo unten ist, musste ich nur noch möglichst schnell an die Luft. Als ich es geschafft habe, wurde mir bewusst, dass Surfen doch nicht ganz gefahrlos ist :-) Danach musste ich schnell wieder aufs Brett und aus dem Weißwasserbereich paddeln. Danach kamen noch viele weitere geile Wellen, viele geile Waschfahrten und auch geile Wellen.



Frank hat ne sehr geile Welle erwischt und stand auch gut auf dem Brett, bis er sich mit dem gen Himmel gestreckten Arm ins Wasser verabschiedete - sehr sehr geil.
Ich hatte auch Glück mit einer Welle - allerdings benötigte es einer kleinen Starthilfe von Sevi. Er verpasste mir den letzten Schubser, um in die Welle starten zu können. Als ich in der Welle war, klappte der Take-off und ich konnte meinen ersten Ritt mit einem Shortboard innerlich feiern. Gut, danach wurde ich gewaschen. Gehört dazu. Flo mit seinem noch kleineren Brett wollte keine Starthilfe von Sevi oder den anderen Lehrern, verständlich. Irgendwo will man's ja doch alleine schaffen.
In der zweiten Stunde hatte Flo dann genug Geschwindigkeit durchs Paddeln bekommen können und sich in eine Welle gekämpft. Er stand auf und er fiel. Wie er sagt, muss es eins der bescheidensten Gefühle sein, wenn du weißt, dass es nach unten geht und du keine Chance hast, diesen Drop zu vermeiden. Manu hat auch einige Wellen geritten. Allerdings nur kurze Dinger. Aber immerhin: wir haben alle die großen Dinger geritten und es war geil, sehr geil. Morgen geht's weiter, die Wellen morgen sollen noch größer sein, aber nicht so krass.



Jetzt steht die Weihe des Campkönigs an - ich muss meinen Laptop zur Berichterstattug abgeben und deswegen werde ich aufhören, zu schreiben. Gestern habe ich meine letzten Punkte für die Challenge errungen: drei Bier beim Abendbrot exen, im XXS-Wetsuit feiern gehen und die Freistilflagge stehlen - geschafft, yeah!

Nachtrag zu gestern Abend: nach dem Abendbrot mit drei Bier für mich, ging es im Camp, nein sagen wir im Freistilcamp noch ziemlich zur Sache ^^ Wir hatten uns bereits beim Essen darauf eingeschworen, dass wir es diesen Abend in Freistil krachen lassen. Die ersten Idee war, dass jeder WXler mit einer vollen Wasserflasche zu Freistil geht und alle Freistiler beim Essen nass macht. Diesen BRANDENBURGschen haben wir dann allerdings verworfen. Etwas später hatte unsere Chefteamerin die Idee, alle Zelte von Freistil von außen mit Kabelbindern zu verschnüren, sodass die Insassen keine Chance hatten, von innen aus ihren Zelten zu kommen. Eine gute Stunde später fanden sich ca. 15 vermummte WXler am Campausgang ein und statteten sich alle mit ausreichend Kabelbindern aus. Die nächsten 60min waren ziemlich düster. Wir haben uns quasi von hinten an das Camp herangeschlichen und sind dann zur Aktion übergegangen. Ich muss allerdings dazu sagen, dass Manu und ich uns relativ schnell abgesplittet haben. Wir mussten ja ne Mission erfüllen: die Freistilflagge - sie liegt bei mir im Zelt - muhahaha^^ Ja und danach gings dann mit dem Wetsuit ins L'Open. Und das wars dann mit dem Abend.

Beste Grüße nach Deutschland,

König Schnei der I.

Mittwoch, 26. August 2009

"I need to take a shit and then get a shower. It's gonna take me three minutes, is that okay for you?"

Guten Morgen, liebe Leser und Leserinnen. Nachdem wir gestern keinen Blogeintrag gemacht haben, was einfach nur mangelnder Motivation geschuldet war, heute wieder ein bisschen mehr. Zunächst mal für die Eltern etwas zum gesundheitlichen Status der Gruppe: Manu>Schnei=Frank=Flo>Luki. Die Nächte sind zur Zeit ziemlich kalt, was nicht nur bei uns, sondern im gesamten Camp, zu mehr oder weniger ausgeprägten Erkältungserscheinungen geführt hat. Aus diesem Grund haben Luki und ich gestern auch die erste Einheit, die 8:30 beginnen sollte, ausgelassen. 7 Uhr mussten die anderen 3 raus, gegen 9 fing es an, zu regnen. Als Schnei mit den Worten "Ich rate dir: Sag nix" kurz vor 11 völlig durchnässt wieder am Zelt auftauchte, war eigentlich alles klar. Da es gewittert hatte, konnten auch keine Kurse durchgeführt werden. Erst am Nachmittag sind wir bei Wolken und zwischenzeitlich leichtem Regen wieder ans Meer und haben eine verlängerte Einheit durchgeführt, die Manu und Luki allerdings ausfallen ließen. Schnei und Frank wurde es auch schnell kalt, wobei man fairerweise noch sagen muss, dass die Wellen für Franks Können schon echt schwer waren, also sind die beiden nicht allzu lang im Wasser geblieben. Zusammen mit einem anderen Teilnehmer war ich bis fast zum Ende der Einheit draußen und fand es einfach nur hammer geil, trotz mehrerer Wipe-outs, die sich "gewaschen" hatten. Nachher gabs unser Lieblings-Campessen: Käsenudeln mit Salami, Speck und Apfelmus. Schmeckt wirklich! Abends ging dann leider wieder nicht viel bis gar nichts. Diese Woche ist es echt öde und wir haben uns alle ein wenig danach gesehnt, wieder fremde Camps auf der Suche nach Bier zu überfallen. Frank und Luki wollen heute nochmal nach SanSe fahren, in einer Stunde gehts für die beiden los. Wir müssen mal schauen, was wir noch machen, weil die Wellen anscheinend 12 Fuß, also um die 3 Meter, hoch sind. Nur zur Verdeutlichung: Sucht euch ein 6 bis 7 Meter hohes Gebäude und setzt euch davor. So sieht das dann im Wasser auch aus. Und das Problem ist halt, dass wir a) nicht wissen, ob wir sowas überhaupt schaffen bzw. das Risiko, was mit einem freien Fall aus 7 Metern (wobei einem ein 2m langes Plastikbrett hinterher fliegt) verbunden ist, eingehen sollen und b) ob die Sandbank diese Wellen überhaupt ordentlich brechen lässt. Alternativ besteht noch die Möglichkeit, an einem Camp-Beachvolleyballturnier (für die Zacke-Jünger: handgemessene Netzhöhe 2,25m) teilzunehmen, aber da hält sich unser Elan eher in Grenzen. Wir werden wohl dann einfach mal die Promenade hochlaufen und uns die Wellen anschauen und danach entscheiden, was wir machen. In den nächsten Tagen sollen die Wellenverhältnisse nicht unbedingt einfacher werden, aber wenigstens ist das Wetter wieder gut, so gut, dass wir im Schatten sitzen müssen.
Mal noch etwas in eigener Sache: Bei gutem Wetter nächsten Dienstag nochmal ins Zacke? Ich fahre Mittwoch früh dann nach Strasbourg. Also wer Lust und Zeit hat, mal melden per SMS.

Flo

(diesmal leider ohne Fotos)

Montag, 24. August 2009

Setz dich erstmal hin und denk darüber nach, was du in deinem Leben schon alles falsch gemacht hast!

Neue Woche, neue Leute...seit vorgestern.
Die zweite und leider letzte Woche begann mit einem eher schwülen, aber nicht sonnigen Tag. Dadurch war es noch einigermaßen angenehm heute. Nichtsdestotrotz mussten wir heute 9.30 Uhr am Strand antreten, erste Einheit, erste Gruppe. Wie gestern im Blog schon detailreich in Worte gefasst und auf Bild gebannt, ist Schnei dabei, die Camp-Challenge zu gewinnen und Camp-König zu werden. Dazu hat er heut früh 2 Boards alleine zum Strand getragen, um weitere 25 Punkte zu sammeln. Die Surfeinheiten am heutige Tage waren von vielen Nose-Dives (wenn man einen Überschlag nach vorne über die Nose macht) geprägt. Schnei und Flo, die Leistungssurfer, hatten heute wieder einige Big Moments auf den Wellen, was sie mich, der letzte Woche kurzzeitig sein Comeback gefeiert hatte, aber nun eine kleine Flaute hat, sogleich spüren ließen. Was noch unbedingt zu erwähnen ist: ICH habe Flo die Welle des Urlaubs kaputt gemacht! Als zwischenzeitlichen Zeitvertreib haben wir zu Ehren von Kau-Till, einem Teamer, zwei Strandmonumente errichtet.



Auch noch zu erwähnen vom heutigen Surftag, war die unewöhnliche Erwärmung von Marcelo, einem Surfassistenten. Tags zuvor hatte er einen Film geschaut, bei dem eine afrikanische Tänzerin einen Improvisationstanz vorführte. Davon inspiriert sollten wir einfach so lustig tanzen wie möglich.


Schneis Ziel für die Camp-Challenge sind mindestens 1000 Punkte. Deshalb mussten noch, bevor wir wieder ins Camp zurückgingen, weitere Punkte gesammelt werden: einem fremden Surflehrer auf den Arsch hauen (75 Punkte), den Wet-Suit falsch herum anziehen, Flossen an die Füße, ein Surfboard ohne Fins mit Leash um den Hals und ab zu einem fremden Surflehrer und nach dem perfekten Spot zum Surfen fragen (100 Punkte).
Dann ging es zurück ins Camp und wie es so ist, natürlich musste wieder eine Challenge durchgeführt werden: Hand in Hand mit jemandem zum Camp zurück (25 Punkte), und um den Adrenalin-Pegel gleich auszunutzen, wurde auf dem Heimweg noch ein Feuerzeug geklaut (50 Punkte). Eigentlich fertig mit der Challenge-Liste für heute, kamen wir nach einem anstrengendem Tag "zu Hause" an. Aber ein Geistesblitz meinerseits ließ Schneis Augen aufleuchten: Neben unserem Camp-Bereich befindet sich ein Beachvolleyballfeld, und da beachten gerade zu dem Zeitpunkt ein paar Jungs. Die Challenge lautete ganz schlicht und einfach: Sonne dich auf einem Beachvolleyballfeld, während andere darauf spielen (50 Punkte). Nun war aber endlich Schluss für heute. Die Mindestgrenze von 1000 Punkten ist damit fast erreicht, aber Schneis Gegenspielerin ist ebenfalls weiter dabei, fleißig Punkte zu sammeln. Aber wir holen den Pott, denn unsere Ideen für einen Tag König würden uns für alle Zeit unbeliebt machen und sich in die Gehirne der jetzigen Camp-Teilnehmer und des Camp-Personals einbrennen, sodass dieser Sieg einfach geholt werden muss. Apropos Sieg, zu meinem Unmut muss ich leider sagen, dass heute die 4. offizielle Amateurweltmeisterschaft im Tischtennis nicht in meine Hände und die meines Partners Brandi fiel. Der Stand lautet nun 3:1 Siege für Frank und Schnei. Aber wie Konfuzius schon sagte: "Unterschätze niemals einen schlafenden Löwen". Ich muss mich jetzt beeilen, Abendessen ist fertig, ich schreibe aber, Frank holt schon Nachschlag und ich will endlich Döner essen.

Manu

PS: Alle Angaben sind wie immer ohne Gewähr.

Sonntag, 23. August 2009

Anhang Sonntag 23. August 2009

Hier gibt es noch einen kleinen visuellen Anhang zur Campchallenge. Schnei flitzt durchs Freistil Camp(Nachbarn von Wavexperience). Es war leider etwas zu schnell für den Kameramann Manu, aber immer noch ausreichend um es für die Challenge geltend zu machen:




Schnei

Lukas und Schnei sitzen gerade in der Bar und haben den Titel vergessen...sorry.

Moin, Moin! Heute gibt es eine Premiere in diesem Blog, eine völlig neue Perspektive, neue Eindrücke und eine ganz andere Sichtweise auf die Fünfergruppe, denn heute schreibe ich...
Gestern war Vorstellungsrunde.... mit mehr als genügend Bowle im Gepäck sind wir alle wieder ins Partyzelt eingerückt und haben uns alle gegenseitig eine Bärbel aufgebunden. So gab es 17jährige Kasachen, eine ganze DJ-Crew, einen Brasilianer, welcher die umöglichsten Jobs in Kalifornien angenommen hat, um genügend Zeit zum Surfen zu haben. Einen ganz neuen Eindruck konnten wir auch durch einen äußerst deutsch wirkenden Türken gewinnen, welcher eine riesige Berliner Kebabkette besitzt und einen Teamer, bei dem man ALLES kaufen kann. Im Großen und Ganzen wurde also wieder viel schöner Mist erzählt und die lustige Gruppe aus dem Raum Dresden hat definitiv ihren Beitrag geleistet, frei nach dem Motto: "Wir hier, Niveau da.... DIFFERENZ!!!!!!!" Danach ging es für einen Teil der Gruppe noch ins L´Open, wobei es ein paar kleine Probleme mit JURI dem Türsteher gab, da er keinen Dreierverteiler in der Hosentasche hatte.(Das eigentliche Problem war eine unzulässige Wegbeschreibung Lukis für eine Minderjährige...)
Heute morgen war dann mal wieder die nervige Wetsuitausgabe. Alle haben ihre Wetsuits bekommen... Außer der heroische Flo. Er hat keine Lust auf die wunderschöne Erfahrung, seine Hoden im Unterbauch zu spühren und wieder zurück drücken zu müssen um einem unangenehmen Schmerz entgegenzuwirken.
Dann ging es bei einer Affenhitze (nachdem sich alle in der Nacht beinahe den Arsch abgefroren haben) an den Strand zum Surfen und heute auch zwangsweise zum unmengen UV-Strahlen haschen, wobei die Surfstunde (die Zweite ist leider auf Grund eines zu heftigen Shorebreaks (Steilbrechende Wellen in unmittelbarer Strandnähe) ausgefallen) das größere Vergnügen darstellte.
In dieser Stunde musste ich feststellen, dass insbesondere Luki und Frank wirklich was gelernt haben in der letzten Woche. Bei den anderen Drei stellt sich die Steigerung nicht so deutlich dar, aber sie ist erkennbar. Alle Fünf haben gute Wellen bekommen, wobei der eine oder andere leichte Gleichgewichtsprobleme hatte, da mal wieder die korrekte Körperposition nicht eingenommen wurde.
Ansonsten war heute, wie die letzten zwei Tage auch, ein guter Tag für die Surflehrer und ähnlichen, wobei es doch den einen oder anderen sehenswerten Wipe-Out zu sehen gab. Joe reflektierte unsere Surfsessions so: " There are better and easier ways to kill yourself...but it's fun!"




Und noch was sehr Erfreuliches.... diese Woche gibt es eine Battle um die Ehre des Campkönigs. Eine der Teilnehmerinnen hat gestern begonnen, sämtliche Sinnlosaufgaben zu bewältigen und hat groß verkündet, dass sie und nur sie die Campkönigin werden könne. Das konnte Sny natürlich nicht auf sich sitzen lassen und ist heute mit in die Challenge eingestiegen und hat jetzt bereits 500 Punkte gesammelt (bisheriger Highscore 650). Ich persönlich freue mich sehr auf den Rest meiner letzten Woche, erstens weil die "three best friends", die eigentlich fünf sind, hier sind, zum zweiten weil es geile Wellen geben wird und drittens weil auch der Rest der Campbelegung sehr amüsant erscheint.

Camp-Challenge Teil1/3

Camp-Challenge Teil2/3

Camp-Challenge Teil 3/3


Wir hören uns evtl, wenn ich wieder mal in Dresden bin.... liebe Grüße, Brandi

Samstag, 22. August 2009

Q.E.D.

Liebe Mami, lieber Papi,
heute schreibe ich euch von meinem Urlaub am Meer. Das ist das erste Mal, dass ich alleine ohne euch in den Urlaub fahre, und ich weiß, dass ihr euch schon ein wenig Sorgen um mich macht. Aber ich frage mich natürlich auch, wie es euch geht. Zuerst will ich euch aber beruhigen: Mir geht es gut. Die Betreuer sind alle sehr nett zu uns. Gestern war für einige aus unserer Bande der letzte Abend, also wurde ein Auge zugedrückt und wir durften mal Weinschorle kosten (mir hat das aber nicht so gut geschmeckt) und sogar bis um 11 wach bleiben. Bis dahin gab es auch noch eine Kinderdisko. Da habe ich sogar mit jemand getanzt. Er heißt Ranjid und ist ein ganz Lieber. Wenn ihr das erlaubt, würde ich ihn gern mal wieder besuchen. Allerdings habe ich nicht genau verstanden, wo er wohnt. Er hat erst gesagt Berlin und dann Kreuzberg, deshalb bin ich ein wenig verwirrt. Aber ich sehe ihn dann gleich nochmal beim Abendessen und wir wollen nebeneinander sitzen. Aber davon erstmal genug. Es sind ein paar Neue angereist, die gerade hier vorm Küchenzelt sitzen und schon ganz gespannt auf die Einweisung warten. Einige von denen sind glaube ich ein bisschen blöd, denn die haben Alkohol mit ins Camp gebracht und schon heute Nachmittag um 2 angefangen, zu trinken! Heute Abend gibt es dann wieder Begrüßungsbowle und eine lustige Vorstellungsrunde. Wir haben uns alle schon ganz lustige Sachen überlegt, die wir da sagen werden. Anschließend wollen wir noch in die Disko gehen und nachher am Strand den Sternenhimmel beobachten. Morgen gehen wir dann wieder surfen. Heute haben wir uns nämlich dagegen entscheiden müssen, weil es dazu zu gefährlich war. Zwei von uns sind dann trotzdem an den Strand gegangen, die anderen 3 sind im Camp geblieben und haben sich ausgeruht. Das wars. Grüßt die Omis und Opis von mir und knuddelt Hasso von mir!
Euer Sohn.

Ab jetzt bitte nur noch die weiterlesen, die momentan keines ihrer Kinder, Enkelkinder oder anderweitig Verwandten in einem Surfcamp in Frankreich vermuten.

Bergfest für uns! Gestern Abend stand für mehr als die Hälfte des Camps schon der letzte Abend an, was dazu führte, dass manche sich durchaus hemmungslos die Kante gaben. Dies führte zu einer sehr alkoholinduzierten Partystimmung, was natürlich nicht DIE perfekte Voraussetzung ist, weil das auch immer eine Menge Agressionspotenzial in sich birgt. Zum Glück hatten wir trotz der Tatsache, dass sowohl l'Open als auch Rumors überfüllt waren, keine Probleme und eine Menge Spaß, zumindest bis die einzige "freie" Spanierin anfing, mit einem übelsten Spastie rumzumachen. An dieser Stelle war Schnei wieder herrlich und nahm sich den Kollegen erstmal zur Seite, was bei Manu, Frank und mir zu ordentlich Gelächter führte. Leider war seine Überzeugungskraft gering (aber seien wir mal ehrlich, für SIE hätte ich auch eine Faustschnake riskiert) und Sarah war für den Rest des Abends abgeschrieben. Das und die Tatsache, dass ab einem gewissen Punkt Männerüberschuss herrschte (Sausage Fest Olé), stahl mir ein bisschen die Stimmung und wir sind nicht allzu lange geblieben, obwohl die Musik gar nicht so schlecht war. Auch erstaunlich war für uns, wie rund 15 Liter Bowle, die 3 Liter Wodka, 2 Flaschen Sangria und 2 Flaschen Sekt enthielten, innerhalb von 2 Stunden von 10 zahlenden Personen vernichtet werden konnten. Nach Forecast sollten heute morgen die Wellen noch größer als gestern werden, weshalb Schnei, Manu und Brandi eigentlich um 7 surfen gehen wollten. Dieser Plan scheiterte aber an Restalkohol und Müdigkeit. War aber auch nicht schlimm, denn es wäre wohl auch zu gefährlich geworden, was Schnei und Luki, die tagsüber nochmal an den Strand gegangen sind, uns bestätigt haben.
Man soll ja nicht allzu voreingenommen sein, aber von den Neuankömmlingen sind wir nicht wirklich begeistert. Erstens ist es durchaus abartig, in der prallen Mittagssonne einfach ein Wodka-E-Saufgelage zu starten und außerdem plärrt mir hier beim Schreiben gerade beschissener Deutschrap ins Ohr. Auch die Frauenquote ist leider stark gefallen. Es gibt zwar ein, zwei, aber wir sind einfach viel zu verwöhnt nach den optischen Reizen der letzten Woche. Clara, Sarah, Josi - we love you! Und zu der Frage, welche von euch ich schwängern würde (ja, diese Frage wurde WIRKLICH gestellt) habe ich eine Gegenfrage: Mir egal, wer hat die reichsten Eltern? Genug davon, kommen wir zum Ernst des Lebens, nämlich zum Surfen. Erstmal begrüßen wir Luki und Frank im elitären Kreis der Intermediates! Nach einem einstündigen und sehr interessanten Vortrag von Joe über Surfequipment und -spots sind wir jetzt sowieso alle heiß darauf, unsere ersten 10 Boards zu kaufen. Natürlich nur, wenn sie Second Hand sind, keine Dings (Dellen) auf der Unterseite haben, ein ordentliches Tail haben und der Stringer nicht gebrochen ist. Alles klar?
Ich werde gerade agressiv denn hier wurde gerade darüber beraten, ob man nicht mal Aggro Berlin hören könnte...ich werde diese Woche bestimmt jemand töten müssen. Ein Brett im Nacken, eine Finne durch den Hals - es gibt da viele Wege.
Es könnte übrigens auch passieren, dass wir nicht vollzählig aus dem Urlaub zurückkehren werden, denn ich denke auch ein Kau-Till rastet irgendwann einfach mal aus und wütet um sich. Leider ein schwer zu erklärender Insider, aber Sinnlos im Weltraum schauen hilft.

Flo

PS: Impressionen der Wellengröße folgen


Freitag, 21. August 2009

Kollektive verbale Inkontinenz

AB SOFORT KÖNNT IHR KOMMENTARE ERSTELLEN! SORRY GUYS!

Einen wunderschönen guten Tag liebe Lesergemeinde,

wie ihr euch vielleicht noch erinnern könnt, sollte der neueste Blogeintrag schon längst im WWW vorhanden sein, doch dies hat sich nun leider um einen weiteren Tag verschoben, da Manu, der ihn einstellen sollte, mit Schneis Mist-Notebook nicht klar kam.


Der Abend gestern war nicht unbedingt von weiteren Abstürzen oder anderen Ausartungen geprägt. Das Abendessen war wie immer absolut lecker: es gab so eine Art "Döner", was sich dann doch eher als Chili Con Carne im Fladenbrot herausstellte. Nichtsdestotrotz einfach mal urst!


Durch den vorherigen Abend in SanSe mehr oder weniger beeinträchtigt, wollten wir eher einen ruhigen Ausklang bevorzugen, anstatt weiterer Party. Im Gemeinschaftszelt gibt's nämlich, für Campingplatzverhältnisse schon herausragend, einen schön großen Fernseher. Doch zuvor stand noch eine große Herausforderung an. Schnei&Frank versus Manu&Brandi im krassesten Tischtennis-Match des Jahres. Auf Weltklasse-Amateur-Niveau traktierten sich die Gegner auf verbale sowie auch auf physische Art. Unterbrochen wurde das Battle durch viele vorbeigehende Menschen und Staub. Nach harten vier Sätzen stand der Sieger endlich fest. Schnei und Fränky triumphierten ganz klar mit 3:1. Am heutigen Freitag, wollen die Loser es noch mal wissen und forderten eine Revanche. Ob diese endlich gelingen wird, erfahrt ihr am morgigen Tage.
Danach wurde erst mal gegessen, sich hübsch gemacht und dann drei Stunden in die Glotze gestarrt; mehr oder weniger, denn die spanischen Chicas waren mal wieder anwesend...... Gesehen wurde zuerst "Road Trip" und danach "Disturbia".
Gedankensprung: Seit zwei Tagen schwören uns unsere Surflehrer darauf ein, dass die Wellen endlich mal steigen sollen. Die Tage veränderte sich nicht viel, so auch gestern. Aber heute endlich hatte sich die Situation grundlegend geändert. Selbst Joe, bekannter und geliebter britischer Surflehrer, wurde heute früh sogar von einer der größten Wellen dieser Tage gespült. Laut eigener Aussage stand er ungefähr 10 Fuß hoch auf der Lip, die Stelle der Welle, die beginnt zu brechen und fiel dadurch einfach in die Tiefe. Nun gut, für uns Anfänger ist dies ja kein Grund zur Sorge oder so^^; also rein ins Meer und mal schauen was es mit uns macht. Durchgeschüttelt und gewaschen wurden wir ordentlich, doch vollgepumpt mit Adrenalin (und anderen illegalen Substanzen, die jetzt hier in diesem Blog aber keinerlei Erwähnung finden werden) taten wir unser Bestes und schafften es auch bei diesen schwereren Bedingungen, auf den Brettern zu stehen. Frank schafft jetzt schon langsam kleinere Turns. Heute hatte ich auch das Gefühl, dass ich endlich mal das richtige Gleichgewicht habe um schön lange eine Welle zu surfen.


Unsere Intermediates hatten heute auch ordentlich die Wellen geritten. Die Pros wurden heute auch endlich mal abgelichtet. Ihr Können ist hier zu "bewundern":



Luki

„Unter normalen Umständen hätte es die Taube schon weggeDARWINt“

Moliets, Frankreich, 30°C, Sonne – der Sand hält am Körper. Liebe Freunde, liebe Familien, hi Brandi.



Herzlich willkommen zur Berichterstattung aus dem Essenszelt des WaveX-Camps. Uns ist heute wieder einmal bewusst geworden, was wir eigentlich für ein scheiß Leben haben. Ich entschuldige mich im Namen aller dafür, dass wir es gestern nicht geschafft haben, zu bloggen. Aber der gestrige Tag war einfach viel zu stressig. Wir sind morgens wieder mal überkatert aufgestanden, kurzes Frühstück und danach hardcore abgammeln. Also schon ganz schön stressig. Den Kater hatten wir, weil wir in der Nacht zuvor unbedingt durch das gesamte Camp spacken und die Security fragen mussten, wo denn hier die nächste Party auf dem Zeltplatz geht. Gut. Wir sind dann überall hingelaufen, wo noch Licht an war und haben nach Bier gefragt. War dann aber irgendwie weniger von Erfolg gekrönt. Um zwei haben wir dann den Campingplatz verlassen und sind in Richtung „Roomers“ aufgebrochen. Unterwegs noch kurz Franzosen aufgegabelt. Wie wir das geschafft haben? Naja, wie immer eben. Umschauen, schöne Frauen sehen, folgen. Flo vorschicken, anquatschen lassen und von hinten in die Gruppe reinrennen und „Il a le SIDA“ rufen. Gut, unser Dolmetscher fand das jetzt nicht soooo lustig, wir aber schon. Und dann war es wieder hell.


Am darauffolgenden Morgen bzw. Mittag war bis zur Abfahrt nach San Sebastian nicht viel los.
Allgemeines professionelles Abchillen auf höchstem Niveau bis zur totalen Null-Bock-auf-Nischt-
Stimmung, nicht mal surfen war drin. Hhm, schade. Sind ja zum Urlauben hier…nicht zum Surfen. Ich hab mich dann doch noch zu einer Runde Beachvolleyball mit Brandi und Till(Teamer) aufraffen können. Das Match haben wir unter der damals höchstmöglichen Anstrengung gewonnen und so konnte es locker nach San Sebastian gehen.


Kommen wir nun zu San Sebastian. Ich würde kurz mal unseren Surflehrer Jo zitieren: „What happens in SanSe, stays in SanSe.“ Heißt also: Alles was in SanSe passiert ist, bleibt auch dort. Aus Selbstschutz.

Bevor ich es vergesse: Wir wünschen Manus Oma Gisela und Lukas‘ Oma Annelies alles Gute zum Geburtstag.

Aus SanSe zurück war‘s dann plötzlich wieder hell und wir fanden uns alle mehr oder weniger zeitig zum Frühstück am heutigen Donnerstagmorgen ein. Lukas und Frank waren die ersten die heute 9Uhr ins Wasser durften. Manu, Flo und ich folgten 11.30Uhr und dann gings ab – mit Restalkohol auf dem Surfbrett. Ungünstige Kombination.

Flo und Manu haben gute Dinger geritten, die Wellen waren auch gut. Ich hatte einfach nur ein bescheidenes Brett erwischt ^^ Morgen werden sie noch besser: 1,5m hoch sagt Brandi. Da kommt also, wenn du in Line-Up sitzt, eine 3m hohe Wasserwand auf dich zu, wo du dir denkst „Uhhm, nimmst du die? Ich hab Angst. “ Line-Up bezeichnet den Bereich, in dem die Surfer auf ihre Wellen warten und auf den Horizont schauen und um die Wellen zu lesen. Isma aus Teneriffa kann das übrigens perfekt. Dementsprechend kann er auch nach nur zwei Wochen besser surfen als wir. Frank und Lukas machen gute Fortschritte. Beide schaffen es, wenn sie denn eine Welle erwischt haben, nahezu problemlos aufzustehen. Heute war es ihre Aufgabe, die ersten Turns, also Kurven, zu fahren. Ansätze waren zu erkennen und ich denke, morgen packen die das. Lukas‘ muskuläre Probleme haben sich weitestgehend in Luft aufgelöst. Wir sind alle etwas erschöpft, aber keiner ist an seiner Leistungsgrenze. Das ist gut. Unsere zweite Einheit, also die der Intermediates, fiel leider auf Grund zu hoher Gefahren, die der Shore Break mit sich bringt, aus. Shore Break bedeutet,
dass die Wellen sehr sehr nah am Strand brechen. Deswegen wurde auch die vorhergehende
Unterrichtseinheit vorzeitig beendet. Wir fünf standen am Rand und haben die mehr oder weniger glimpflichen Wipe-Outs, das vom Brett fallen, ausgewertet. Manche hatten Glück, andere kamen mit Schürfwunden davon.



Schnei

Dienstag, 18. August 2009

„Komm wir spielen ein Spiel, wo man Leuten Dreck in den Mund werfen muss.“

Hallo liebe Blogleser! Heute bin ich mal wieder an der Reihe, von unserem Surfurlaub zu berichten. Dies ist gerade ein sehr undankbarer Job, weil ich auf eine Steckdose angewiesen bin und deshalb unter einem von der Sonne bestrahlten Pavillon sitzen muss, während Schnei, Luki und Frank im Schatten chillen können und Manu am Duschen ist.

Gestern Abend sind wir exklusive Manu noch ins l’Open gegangen, wo eine uns aus dem letzten Jahr in Vieux noch bekannte Coverband aufgetreten ist. Die Musik war wirklich gut, aber das Publikum viel zu betrunken und teilweise einfach mal daneben. Sicherlich hat jeder von euch schon mal jemand geschubst, der zu intensiv – in diesem speziellen Fall auch noch oberkörperfrei und extrem schwitzend – in eurer Nähe getanzt hat, aber wir haben es bisher noch nicht erlebt, dass der Geschubste sich umdreht, und dem Schubsenden direkt die Faust auf die Nasenwurzel setzt. Dass beide sich direkt danach wieder in den Armen lagen, macht das Ganze auch nicht wirklich besser. Und wenn 95% der Clubgäste zu "Wonderwall" mit Pogo anfangen...

Heute begannen die Surfkurse wieder sehr früh. Kurz nach 9 konnten wir uns das erste Mal in die Wellen stürzen, die erfreulicherweise wieder ein Stück größer geworden sind. Dem Rat unseres britischen Surfcoaches Joe folgend, haben wir erstmal vom Strand aus ein wenig die Wellen beobachtet, anstatt sofort rauszupaddeln. Dies zahlte sich gleich mehrfach aus, denn Schnei und ich konnten mit Brandi ein ganzes Stück abseits von den anderen die wahrscheinlich besseren Wellen surfen und wurden noch dazu auch nicht von anderen Surfern behindert. Da unsere Fähigkeiten des Ausweichens noch sehr begrenzt sind, vor allem wenn die Wellen nicht sauber brechen, ist es meist zu gefährlich, eine Welle zu nehmen, wenn vor einem noch andere Leute sitzen bzw. paddeln.


Nach der ersten Einheit haben wir uns die Zeit mit Rätseln vertrieben. Eigentlich hätte im Anschluss noch eine Theorieeinheit für alle stattfinden sollen, aber da einige unter uns diese bereits im letzten Jahr erlebt hatten, durften wir nochmal raus. Manu blieb am Strand. Der Arme hat zur Zeit echt mit seinen Füßen zu kämpfen: Auf der Oberseite Sonnenbrand, vorn ein fehlender Nagel, unten Blasen und dazu einen Insektenstich.

Die Wellen waren nochmal etwas größer geworden, aber eine starke Strömung und aufkommender Wind machten das Durchqueren der Weißwasserzone (dem Bereich, in dem die Wellen bereits gebrochen sind) extrem schwierig, sodass wir nach einer guten halben Stunde entkräftet wieder an den Strand zurück gekehrt sind. Nachher ging es direkt ins Camp zurück, wo wir uns erstmal mit den vom Frühstück übrig gebliebenen Baguettes gestärkt und anschließend geduscht haben.


Da es ansonsten bis jetzt nichts wirklich aufregendes gab am heutigen Tag (das ist auch das erste Mal, dass wir Probleme haben, einen Blogtitel aus einem am Tag gefallenen Spruch abzuleiten), werde ich noch auf einige allgemeine Dinge eingehen, die bisher vielleicht etwas zu kurz kamen. Zunächst ist da das Wetter. Im vergangenen Jahr in Vieux Boucau kannten wir bis auf ein, zwei wolkenverhangene Tage eigentlich nur einen tiefblauen Himmel mit mörderisch brennender Sonne. Hier ist es am Morgen immer sehr bewölkt, es hat sogar nachts schon mal ein wenig geregnet. Es zieht dann allerdings immer recht schnell auf und hat bei uns allen schon zu mehr oder minder ausgeprägten Sonnenbränden geführt. Die Campbesatzung von 50 Teilnehmern und etwa 20-25 Teamern und Lehrern plus Freunde ist sehr angenehm. Neben einem sehr hohen Frauenanteil beeindrucken uns auch die Surffähigkeiten der Teilnehmer. Im letzten Jahr haben die Anfängergruppen unserer Meinung nach deutlich langsamer Fortschritte gemacht. Frank und Luki sind wie ich finde im Übrigen auch schon richtig gut geworden, vor allem wenn man bedenkt, dass sie im Gegensatz zu uns im letzten Jahr schwierigere Bedingungen haben.


Das visuelle Highlight des Camps sind drei junge Spanierinnen. Nicht nur, dass sie einfach extrem gut aussehen – keiner weiß genau, ob diese extreme Laszivität, die wirklich JEDE ihrer Aktionen prägt, bewusst ist oder einfach instinktiv passiert, aber es ist wirklich beeindruckend und kaum zu beschreiben.

Das Campessen ist richtig gut. Gestern gab es Spaghetti Bolognese und ich denke mal auch heute werden unsere Köchinnen Laura und Laura uns wieder mit etwas wirklich Leckerem überraschen. Wir werden jetzt gleich bloggen gehen und den heutigen sowie den gestrigen Artikel einstellen. Gestern hatten wir dazu leider keine Zeit. Bei dieser Gelegenheit holen wir auch gleich noch Postkarten und Geld für den morgigen Trip nach San Sebastian. Da wir sicherlich erst in den frühen Morgenstunden zurückkommen werden, kommt der nächste Artikel dann auch erst am Donnerstag.

Flo

(Haben doch einen Titel gefunden, danke FRANK!)